Bálint Sohn des Boton

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Bálint Sohn des Boton

Beitrag von Bálint am 10/11/2017, 23:20

Name Bálint Sohn des Boton
Spitzname: /
Alter: 258 Jahre
Wohnort: Caldwell
Rasse: Vampir
Beziehung: Single
Vater: Boton Sohn des Jenö
Mutter: Katalin Tochter des Imreh
Geschwister: Andhor Sohn des Boton

Aussehen: Bálint ist mit seinen 2 Metern mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Zwerg. Seine Statur kann guten Gewissens als muskulös beschrieben werden. Wer ihn nicht kennt, mag vermuten, dass er viel Zeit im Fitnessstudio verbringt, an einen Hochleistungsbodybuilder reicht er allerdings nicht heran.

Seine graugrünen Augen, wechseln je nach Stimmungslage die Farbnuancen. Ist er besonders gut drauf, zeigen sie sich in einem deutlichen Grünton, ist er verärgert erinnert das Grau an einen sturmbewölkten Tag.
Die dunkelblonden Haare trägt er schulterlang und sein Kleidungsstil ist eher durchschnittlich, als übertrieben edel. Er hat eben wenig Sinn für Mode und hält Tom Ford für einen Automobilhersteller.

Charakter:

Nicht nur das er recht nett anzusehen ist. In 200 Jahren sammelt sich eine Menge Wissen an und immer noch ist er bestrebt, sich auf dem Neusten Stand zu bringen. Nicht alles fällt ihm leicht, mit Apple zum Beispiel steht er auf Kriegsfuß, aber zugeben würde er das natürlich nicht. Seine Augen sehen vieles, seine Ohren hören oft ebenso Dinge die nicht für ihn bestimmt sind. Er versteht es trotz seiner Größe sich unscheinbar zu machen und sich ungesehen in den Schatten zu bewegen. Etwas das bei seiner Jagd nach Lessern unabdingbar ist. Er bevorzugt es lautlos zu töten - kurz und schmerzlos, ohne viel Eiertanz. In endlose Nahkämpfe lässt er sich nur ungern verwickeln und auch sonst ist er eher niemand der den direkten Zweikampf sucht. Fragt ihn jemand nach dem Warum, begründet er es mit Zeitverschwendung. Die Wahrheit dagegen passt nicht ganz in das Bild, welches er nach außen Außen trägt. Ein Erlebnis in seiner Jugendzeit hat ihn erstarren lassen.  

Aus Streitereien zwischen Dritten hält er sich heraus. Was eigene Streitereien betrifft. Er hat immer recht und wenn nicht, wird es solange hin und her gebogen, bis es passt. Sein Problem mit Autoritäten hat sich, durch schlechte Erfahrungen, über einen längeren Zeitraum hinweg, entwickelt und ihn zu einem Einzelkämpfer werden lassen, der recht desorientiert, nach einer Bestimmung sucht. Vertrauen ist so eine Sache. Es gibt Tage, da traut er sich selbst nicht über den Weg, außerdem scheut er sich, nach einem damaligen Verrat, davor, Verantwortung für andere zu übernehmen. Alkohol ist zu einem treuen Verbündeten geworden. Sich in den Schlaf saufen schützt vor den schrecklichen Bildern, die sich nach wie vor in seine Träume schleichen. Von anderen Drogen hält er sich allerdings fern, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass er nicht schon das ein oder andere probiert hat. Letztlich ist es nicht seines.

Niemals würde  Bálint zugeben, dass er Schmerzen hat. In dem Punkt ist er ein zäher Hund und auch spricht er mit niemanden über das was ihn bewegt. Seine Liebe gilt den Frauen. In dem Punkt ist er seinem Vater recht ähnlich, doch befindet er es nicht für nötig, jemanden etwas vorzuspielen. Versprechen gibt er in keinerlei Hinsicht leichtfertig. Ein Mann, ein Wort. Wie auch sein Leben, scheint auch sein Sinn für Ordnung einem gewissen Chaos zu unterliegen. Das er einige Dinge überhaupt wiederfindet grenzt schon manchmal an ein Wunder, doch nur das Genie beherrscht das Chaos. Alles in allem ist er recht genügsam. Er braucht kein Schloss zum Leben.
Salmei, Dalmei, Adomei… Was wäre man ohne die kleinen und großen Geheimnisse des Lebens. Bálint ist ein absoluter Fan der Serie Catweazle und ganz sicher schlummert, neben seinem merkwürdigen Sinn für Humor, tief in ihm auch eine liebevolle fürsorgliche Art. Bisher hatte er aber wenig Gelegenheit dies auch zu zeigen und obwohl er eher Roger Rabbit ähnlich ist, kommt Alice aus dem Wunderland seiner Traumfrau wohl am nächsten. Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet. Leider ist er viel zu sehr Realist um daran zu glauben und das er einen Faible für solcherlei Art von Unterhaltung hat – es wäre wünschenswert, es würde nie wieder erwähnt.




Geschichte
Im Jahre 1766 wurde Bálint Sohn des Boton, im wunderschönen Ungarn, in eine wohlhabende Familie hinein geboren. Gelegenheit seine Mahmen kennenzulernen, hatte er nie. Katalin, eine Angehörige der Gylmera, starb bei der Geburt, wofür ihm sein fünf Jahre älterer Bruder Andor die Schuld gibt. Dass das eigentlich absoluter Nonsens ist. Bálint konnte nur schwer nachvollziehen, was in Andor vorging und auch wenn er sich ab und an fragte, wie sie wohl gewesen sein mochte - das was man nicht kennt, kann man nicht vermissen. Manchmal hat er versucht mit Andor darüber zu sprechen, besser gesagt es klar zu stellen. Meist wurde aus diesen Unterhaltungen allerdings, eine handfeste Schlägerei. Einen gemeinsamen Konsens fanden die beiden nur selten und so blieb das Verhältnis der Brüder, auch nach Jahren angespannt.

Sein Vater, Boton Sohn des Jenö und waschechter Krieger, hielt sich aus diesen Streitigkeiten heraus und war oft nächtelang mit seinen Ordensbrüdern, einer kleinen Gruppierung von Vampiren in Ungarn, die eigene Ziele verfolgte, unterwegs. Dass dieser Mann, der einst im alten England heimisch war, einmal für die Bruderschaft tätig gewesen sein soll, ist für Báltin bis heute reinste Utopie und nur schwer vorstellbar. Sein Vater hatte, laut eigenen Erzählungen, für den König und dessen Gefolgschaft nie viel übrig.

Die Kindheit des mittlerweile deutlich älteren Vampirs verlief also, abgesehen von den alltäglichen Reibereien und der politischen Lage des Landes, recht unspektakulär. Seine erste Begegnung mit Lessern hatte er in seiner Jugend, im Alter von 15 Jahren und dermaßen geschockt von der Brutalität dieser Kreaturen, musste er hilflos mit ansehen, wie sein bester Freund zu Tode kam. Er selbst wurde von seinem Vater gerettet. Die Schuldgefühle blieben. Es war seine Idee gewesen, sich nach einem Tagesritt, das heruntergekommene Gehöft anzusehen. Nun war er für den Tod von Zweien seines Volkes verantwortlich. Den seiner Mutter und den seines Freundes. Seine äußeren Verletzungen heilten fast komplikationslos. Einzig sein rechtes Knie macht ihm auch rund 222 Jahre nach seiner Transition Probleme. Vielleicht etwas, dass mit einem einfachen medizinischen Eingriff behoben werden könnte. Für ihn ist es eine Mahnung an sich selbst.

Seine Fähigkeiten in Bezug auf Nahkampf, Waffen und das Wissen über systematische Kriegsführung und alte Traditionen, hat er zum einen von seinem Vater, zum anderen von dessen Vertrauten Wodan, der ebenso politisch engagiert, wie zwielichtig war. Er sollte es auch sein der Bálint 100 Jahre später verrät, sodass unter dessen Führung eine einflussreiche Familie zu Tode kommt. Statt sie an einen sicheren Ort zu bringen, liefen sie direkt ins Verderben. Kollateralschäden, wie es Wodan so schön ausdrückte. Die flehenden Augen des kleinen Mädchens verfolgen ihn bis heute.

Wodan, spürte er jedoch um 1900 in Rumänien auf und ließ ihn bitter für den Verrat bezahlen. Die erhoffte Genugtuung blieb allerdings aus. Ebenso handelte er sich dafür mächtigen Ärger mit seinem Vater und seinem Bruder ein, der daraufhin verschwand. Wohin und vor allem Warum. Ein weiteres Geheimnis, welches sich wohl niemals auflösen wird, aber die Erkenntnis, dass Politik und Aufrichtigkeit selten kompatibel sind und Versprechen, sowie Beziehungen jeder Art, eher einer Farce gleichen, bewegte ihn dazu, von solcherlei Bündnissen Abstand zu nehmen.

Knappe 43 Jahre später, verlor sein Vater in den Wirren eines Krieges unnötiger Weise sein Leben. Etwas, dass ihn trotz aller Dispute aus der Bahn warf. Bruder weg, Vater weg, zur Familie mütterlicherseits hatte er wenig Kontakt gepflegt, war die Verbindung seiner Eltern, doch eher Zweckmäßigkeiten, statt großer Liebe geschuldet gewesen. Ein nicht unerheblicher Teil des Erbes, ging an ihn über, doch die Hoffnung aufgegeben, dass sein Bruder zurückkehren würde, verkaufte er das Anwesen, welches noch gut 3 Jahrzehnte sein zu Hause war.  

Bis 2013 wandelte er in England auf den Spuren seines Vaters und wagte es, berechtigter Zweifel zum Trotz, sich erneut einer Gemeinschaft anzuschließen. Allerdings endete auch das in einer mittleren Katastrophe. Seine Ziele und Einstellungen gingen nur wenig mit denen der anderen konform und jemandem treu ergeben sein. Bisher gab es nur wenige Personen, für die er durchs Feuer gegangen wäre. In einigen hatte er sich mächtig getäuscht, andere waren mittlerweile verschieden. Selbst Hannah, mit der er eine verhältnismäßig lange, wenn auch lockere Bindung eingegangen war, vermochte es nicht ihn zu halten und so siedelte er, vor wenigen Wochen einen weiteren, letzten Versuch gestartet, seinen Bruder zu finden, nach Amerika über.

Sein erstes Ziel New York, doch vollkommen überreizt vom pulsierenden Leben der Stadt die niemals schläft, zog es ihn schon nach wenigen Tagen ins Umland. In Caldwell, dass seltsamer Weise Hochburg der Lesser zu sein schien, kaufte er sich eine kleine Wohnung, die weder besonders vornehm, noch abgrundtief schäbig war. Was noch fehlt, ein Kühlschrank und ein Internetanschluss.
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Bálint

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sonstiges:
Wesen: Vampir
Alter: 258 Jahre

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